Die Suche nach dem perfekten Klang Klaus Kellerschon und seine Bonsais
( Aus dem General Anzeiger 05.04.2000 )

Computergesteuerte Simulations- und Messprogramme braucht Klaus Kellerschon aus Rhauderfehn nicht. Er produziert Lautsprecherboxen und verlässt sich dabei weitestgehend auf sein Gehör. Mit Erfolg.

In einer Branche, die immer mehr von Konzernen dominiert wird, hat sich das Unternehmen Bonsai Akustik seit seiner Gründung 1985 eine Marktnische erobert. Die Boxenschmiede mit Firmensitz an der Westwieke in Klostermoor setzt auf die Produktion kompakter Lautsprecher in Preisklassen von 500 bis 6000 Mark.

Die Produkte wurden von Fachmagazinen, aber auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und zuletzt im ARD-Ratgeber Technik Anfang Mai vorgestellt. In verschiedenen Tests erhielten die Bonsai-Boxen meist hervorragende Bewertungen.

Ein Erfolg, der vor allem den ausgezeichneten Gehör des Firmenchefs basiert. Klaus Kellerschon baut bereits seit 1968 Lautsprecher, zunächst für seine Discothek, dann für Freunde. Dabei orientierte er sich vor allem an seinem Gehör.

In stunden- und monatelanger Feinarbeit fügt er noch heute in seinem Unternehmen die einzelnen Komponenten eines Lautsprechers zu einem Prototyp zusammen, der seinen Ansprüchen genügt. Stets auf der Suche nach dem perfekten Klang bastelt Kellerschon an den Lautsprechern. "Wenn man einmal einen guten Ruf hat, kann man sich nicht erlauben, Mist anzubieten", erklärt Kellerschon.

Er kooperiert mit deutschen und skandinavischen Unternehmen, die schließlich nach seinen Vorstellungen und exklusiv für Bonsai Akustik die Boxen anfertigen.

Verkauft werden die Lautsprecher, allesamt im edlen Holzgehäuse, vorwiegend im Süden Deutschlands. Der Norden dagegen sei für hochwertigen HiFi-Komponenten ein schwieriger Markt, meint Kellerschon.